Berlin: WELMO Förderung bezuschusst Ladestation mit bis zu 30.000 Euro
Seit Juli 2018 unterstützt das Förderprogramm „Wirtschaftsnahe Elektromobilität“ (WELMO) kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Berlin beim Umstieg auf Elektromobilität.
Das Förderprogramm Wirtschaftsnahe Elektromobilität WELMO
Im Detail fördert die Richtlinie Wirtschaftsnahe Elektromobilität oder kurz WELMO die Anschaffung von Elektrofahrzeugen, E-Taxis und elektrischen Nutzfahrzeugen durch Unternehmen und selbstständig Tätige.
Zusätzlich bezuschusst WELMO auch entsprechend benötigte Ladeinfrastruktur. Gefördert werden die Errichtung und Installation von öffentlich zugänglichen und nicht öffentlich zugänglichen Ladestationen oder Wallboxen im Stadtgebiet Berlins sowie Kosten für den Netzanschluss. Die Förderhöhe richtet sich nach der Art der Ladestation.
Update: Die WELMO-Förderrichtlinie wurde am 9. Dezember 2025 aktualisiert und gilt bis zum 31. Dezember 2027. Sie ersetzt die Richtlinie vom 1. Juli 2025. Anträge sind möglich, solange Fördermittel verfügbar sind.
Förderung Ladestation Berlin
| Fördergegenstand | Förderanteil | Max. Förderhöhe |
| AC-Normalladestation (bis 22 kW) inkl. Hausnetz | 50 % der Gesamtkosten | 2.500 Euro pro Ladepunkt |
| DC-Schnellladestation (ab 22 kW) inkl. Hausnetz | 50 % der Gesamtkosten | 30.000 Euro pro Ladepunkt |
| Anschluss Nieder-spannungsnetz | 50 % der Gesamtkosten | 5.500 Euro pro Standort |
| Anschluss Mittel-spannungsnetz | 50 % der Gesamtkosten | 55.000 Euro pro Standort |
Voraussetzungen:
- Nachweislich 100 % erneuerbare Energien als Stromquelle ab Inbetriebnahme, z. B. über einen Ökostromvertrag mit mindestens einem Jahr Laufzeit oder eigenen PV-Strom.
- Errichtung der Ladestationen auf öffentlich oder nicht öffentlich zugänglichen, privat betrieblichen Flächen im Stadtgebiet Berlins.
- Mindestnutzungsdauer von 12 Monaten ab Inbetriebnahme. Der Zuwendungsbescheid kann längere Fristen festlegen.
- Kein gewinnbringender Betrieb der Ladestation während der Zweckbindung. Ein kostendeckendes Entgelt für das Laden ist jedoch zulässig.
Fördermodul für Wohnungsunternehmen
Seit Juli 2025 können auch Wohnungsunternehmen, Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsgenossenschaften sowie deren Tochter- und Konzerngesellschaften Fördermittel für die Installation von Ladeinfrastruktur auf Stellplätzen ihrer Wohngebäude beantragen. Auch beauftragte Ladeinfrastrukturanbieter können den Antrag stellen.
Ziel ist es, die Nutzung und den Umstieg auf Elektromobilität für Mieterinnen und Mieter zu erleichtern. Gefördert wird die Errichtung von geteilt genutzter Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge auf öffentlich sowie nicht öffentlich zugänglichen Flächen der Wohnungsunternehmen.
- Die Ladestation muss fabrikneu und öffentlich zugänglich sein oder von mindestens zwei Mietparteien genutzt werden.
- Ladestationen bis 22 kW müssen intelligentes Laden unterstützen.
- Die Grundinstallation wird mit 40 % gefördert, maximal 50.000 Euro, wenn sie direkt mit der geteilten Ladeinfrastruktur zusammenhängt.
Die Förderung schließt auch den Netzanschluss mit ein.
Förderung von Elektrofahrzeugen
Neben der Ladeinfrastruktur fördert WELMO auch den Erwerb von Elektrofahrzeugen. Unternehmen können Zuschüsse für die Anschaffung oder das Leasing (mindestens 12 Monate) von batterieelektrischen Fahrzeugen und Brennstoffzellenfahrzeugen erhalten. Plug-in-Hybride sind nicht förderfähig. PKW werden nur für Taxiunternehmen gefördert. Besonders hervorzuheben ist die erhöhte Förderung für E-Inklusionstaxis:
- E-Inklusionstaxis (Fahrzeugklasse M1 und M2): Fördersatz von 35 % der Anschaffungskosten, maximal 25.000 Euro pro Fahrzeug. Der Umbau eines bereits angeschafften Elektrofahrzeugs zum Inklusionstaxi wird mit maximal 15.000 Euro gefördert.
Weitere förderfähige Fahrzeuge umfassen Elektro-Nutzfahrzeuge, Klein- und Leichtfahrzeuge, E-Roller und E-Bikes. Pedelecs und S-Pedelecs werden mit 500 Euro gefördert.
Wer kann die Förderung für eine Ladestation in Berlin beantragen?
Die Förderung richtet sich an KMU, also an Unternehmen und selbstständig Tätige mit Sitz, Betriebsstätte oder Niederlassung in Berlin. Für das Fördermodul Ladeinfrastruktur in Wohngebäuden sind zusätzlich Wohnungsunternehmen, Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsgenossenschaften antragsberechtigt. Falls Antragstellende nicht im Besitz der Flächen sind, muss das Einverständnis der Eigentümer vorliegen.
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Die Schritte bis zur Förderung
Anträge können online über die IBB Business Team GmbH eingereicht werden. Für die Antragstellung sind unter anderem ein Angebot eines Ladeinfrastrukturanbieters sowie der Nachweis über die Nutzung von 100 % erneuerbaren Energien erforderlich.
Wichtig: Aufträge dürfen erst erteilt werden, nachdem die IBB Business Team GmbH den vollständigen Antragseingang bestätigt hat. Schon eine verbindliche Bestellung oder die Annahme eines Angebots gilt als Vorhabenbeginn.
Nach der Bewilligung wird eine erste Teilzahlung von 50 % ausgezahlt, sobald der Bescheid bestandskräftig ist. Den Restbetrag beantragen Sie innerhalb von 18 Monaten nach Bewilligung.
Für weitere Informationen und Unterstützung bei der Antragstellung steht das Team der WELMO-Förderung zur Verfügung. Weitere Details finden Sie auf der offiziellen WELMO-Website.
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Angaben unterliegen Änderungen und Fördertöpfe können ohne Ankündigung bereits ausgeschöpft sein. Diese Angaben sind ohne Gewähr.
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