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Ein sauberer Deal – Profitablere Ladesäulen durch die THG-Quote

von Virta
3 Min
24.03.2022 12:01:27
Letztes Update am 21.07.2026 20:00:35
Ein sauberer Deal – Profitablere Ladesäulen durch die THG-Quote
7:08

Deutschland braucht deutlich mehr Ladestationen – für Unternehmen eröffnet das ein lukratives, staatlich gefördertes Geschäft. Wer klimaschonende Antriebsarten wie E-Ladesäulen unterstützt, kann die eingesparten Treibhausgas (THG)-Emissionen gewinnbringend verkaufen. Wie der THG-Quotenhandel funktioniert, erfahren Sie hier.

Es ist die große Herausforderung unserer Zeit: Klimaneutralität. Deutschland will seine CO2-Emissionen bis 2030 um 65 % gegenüber dem Wert von 1990 verringern (siehe Klimaschutzgesetz) – ein ambitioniertes Ziel, das sich die Bundesregierung auf dem Weg dorthin auferlegt hat.

Neben einem Fokus auf erneuerbare Energien nimmt dabei der Verkehrssektor eine besondere Rolle ein. Eine wichtige Maßnahme: der THG-Quotenhandel.

Neben dem Ziel, das Verkehrsaufkommen grundlegend zu reduzieren und emissionsärmere Verkehrsmittel flächendeckend zu etablieren, soll auch der Umstieg auf alternative, klimaschonende Antriebsarten forciert werden. Dabei nimmt die Bundesregierung die großen Mineralölkonzerne in die Pflicht.

Konkret heißt das: Unternehmen, die fossile Kraftstoffe produzieren, müssen ihre Treibhausgasemissionen um einen festgelegten Prozentsatz reduzieren – die sogenannte Treibhausgasminderungsquote.

Aktuell liegt die Quote bei rund 12 %. Bis 2030 soll sie auf 25 % steigen. Wer die Quote nicht erreicht, wird mit einer Strafzahlung sanktioniert.

Umstieg auf klimaschonende Antriebsarten fördern 

Um die Quoten zu erfüllen, bieten sich zwei verschiedene Ansätze an: Die Unternehmen können ihre CO2-Emissionen selbstständig senken, etwa indem sie auch emissionsärmere Kraftstoffe wie Biodiesel oder Bioethanol (E10) verkaufen.

Oder sie kompensieren ihre Emissionen durch den Erwerb eines THG-Zertifikats anderer Unternehmen, die keine beziehungsweise weniger CO2 ausstoßen. Das soll den Umstieg auf klimaschonende Antriebsarten ankurbeln.

Seit 2022 wurde der Kreis der Verkäufer von THG-Quotenmengen ausgeweitet. Das heißt, wer jetzt etwa einen Ladepunkt betreibt oder ein E-Auto fährt, kann sich die eingesparten Emissionen zertifizieren lassen – und zu Geld machen.

Der THG-Quotenhandel unterstützt so gleich auf zwei Wegen den Umstieg auf alternative, klimaschonende Kraftstoffe: Fossile Kraftstoffe wie Benzin und Diesel werden durch den Erwerb von THG-Zertifikaten immer teurer und damit unattraktiv. Gleichzeitig profitieren alle, die schon heute auf emissionsarme Kraftstoffe setzen, finanziell durch ihre THG-Quoten.

Ladesäulenbetreiber werden mit THG-Quoten belohnt

Die Investition in Ladeinfrastruktur wird damit besonders attraktiv – und in Zukunft voraussichtlich noch deutlich stärker. Dafür sprechen mehrere Faktoren.

Durch die stetig steigende THG-Quote, die den Mineralölkonzernen auferlegt wird, steigt auch die Nachfrage nach Kompensationsmöglichkeiten. Bis 2030 müssen die CO2-emittierenden Unternehmen ihre Ausstöße um 25 % reduzieren – das können sie langfristig nur durch den Handel mit THG-Quoten klimaneutraler Unternehmen erreichen.

Schon heute ist der Ausgleich durch emissionsärmere Kraftstoffe wie Biodiesel und Bioethanol begrenzt, da ihre Klimabilanz mittlerweile umstritten ist. Die Deutsche Umwelthilfe etwa rät ganz von der Kompensation durch Bio-Kraftstoffe ab.

Zudem steigt auch die Strafzahlung, die Unternehmen bei Nicht-Erfüllung der Quote bezahlen müssen: von 470€ auf aktuell 600€ pro Tonne CO2

Investition in Ladesäulen amortisiert sich rasch

Durch die THG-Quoten wird das Geschäft mit Ladesäulen schnell zum lukrativen Geschäft – auch die Investitionen in den Ladedienst selbst amortisieren sich rasch, bei geringen Risiken.

Der Grund: Jeder öffentliche Ladepunkt generiert durch die THG-Quote pro geladene Kilowattstunde einen Ertrag. Eine höhere Auslastung bedeutet dabei ein höheres Zusatzeinkommen. 

Die Bundesregierung hat sich inzwischen von einer festen Zielzahl für den E-Auto-Bestand bis 2030 verabschiedet – "starre Zielzahlen" würden der Komplexität der Mobilitätswende nicht gerecht, so das Bundesverkehrsministerium.

Aktuelle Prognosen gehen trotzdem von deutlichem Wachstum aus: Eine Studie der NOW GmbH im Auftrag des Ministeriums rechnet mit rund 8 Millionen Elektroautos bis 2030 (ca. 16 % des Pkw-Bestands), andere Prognosen liegen niedriger.

Da parallel die THG-Minderungsquote der Mineralölkonzerne bis 2030 auf 25 % steigt, dürfte die Nachfrage nach THG-Zertifikaten für Betreiber von Ladesäulen mittelfristig weiter zunehmen.

Da der Verkauf der THG-Quoten für kleinere und mittlere Betreiber von Ladesäulen sehr aufwendig ist, bietet sich die Servicedienstleistung von Virta an, die den THG-Quotenhandel auf Wunsch direkt abwickelt – ganz unbürokratisch.

Virta CO2 Cashback für Ladestationen

Wie hoch sind die Erlöse aus den THG-Quoten für Ladesäulen?

Wird ein VW ID.4 (77 kWh Batteriekapazität) täglich vollgeladen, liegt der jährliche Erlös aus dem THG-Quotenhandel bei aktuellen Marktpreisen schätzungsweise bei 1.700 Euro.

Handelt es sich beim Ladestrom um lokal erzeugte erneuerbare Energien, kann der Erlös auf rund 3.800 pro Jahr steigen.

DE THG-Quote 2023

Gut zu wissen: THG-Quotenpreise unterliegen starken Marktschwankungen – zwischen 2023 und 2025 lagen sie zeitweise zwischen rund 80 und 475 Euro pro Tonne CO2. Die genannten Beispielwerte basieren auf aktuellen Marktpreisen (Stand: Juli 2026) und können sich wieder verändern.

 

Öffentliches und privates Laden 

Ladestationen können als private oder öffentliche Ladepunkte realisiert werden. Standorte, die nur eingeschränkt zugänglich sind, eignen sich für private Ladestationen. Öffentliche Ladepunkte dagegen sind für alle E-Autos zugänglich, auf Ladestationskarten einsehbar und müssen der Bundesnetzagentur (BNetzA) gemeldet werden.

Von der THG-Quote profitieren nur öffentliche Ladepunkte, da diese durch die Bereitstellung einer Lademöglichkeit den Umstieg auf die Elektromobilität in Deutschland fördern.

Die THG-Quote wird auf Basis der geladenen Kilowattstunden berechnet – auch für das Laden Ihrer eigenen Fahrzeuge. Sollte es sich beim bereitgestellten Strom um lokal generierte erneuerbare Energien handeln, sind die Erlöse pro kWh deutlich höher.

Eine Ladeinfrastruktur hat also gleich mehrere Vorteile. Sie gewinnen neue Kunden hinzu und steigern Ihren Gewinn direkt durch das Anbieten eines Ladedienstes bzw. indirekt durch die Mehrausgaben Ihrer Ladegäste in Ihren Geschäften.

Außerdem helfen Sie dabei, Treibhausgasemissionen zu reduzieren – wofür Sie zusätzlich mit THG-Quoten belohnt werden.

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