Wie es um die E-Auto-Förderung 2023 steht

Lange gab es ein Hick-Hack in der Ampelregierung darüber, wie es mit der Förderung für E-Autos weitergehen soll. Ende Juli 2022 hat die Bundesregierung nun doch offiziell Kürzungen beschlossen. Was das genau für Ihren zukünftigen E-Auto-Kauf bedeutet, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Bisher hatte man beim Kauf von Elektroautos und Plug-in-Hybride von einer Gesamtförderung von bis zu 9.000 Euro profitiert. Diese bestand aus einem Bundesanteil (aka Umweltbonus) und einem Herstelleranteil zu je 3.000 Euro. Zusätzlich hat bisweilen eine staatliche Innovationsprämie aus dem Corona-Konjunkturpaket vom Juni 2020 den Umweltbonus, also den Anteil der staatlichen Förderung, auf 6.000 Euro verdoppelt. Mit 2023 verfällt nun diese Extraprämie für E-Autos endgültig und wirkt sich somit beträchtlich auf die Gesamtförderung aus. 

Aber nicht nur das. Mit dem aktuellen Beschluss des Bundeskabinetts sollen in Zukunft nicht nur die staatlichen Zuschüsse für Elektrofahrzeuge weiter reduziert werden, sondern ebenfalls der Empfängerkreis, der in den Genuss der Auto-Prämie kommen soll.

Wie hoch ist die E-Auto-Förderung 2023?

Ab Januar 2023 soll der staatliche Anteil der Förderungen rein elektrischer Autos mit Nettolistenpreis von bis 40.000 Euro von aktuell 6.000 Euro auf 4.500 Euro reduziert werden. Weil mit der Aufstockung durch die Hersteller weiterhin fest zu rechnen ist, würde das eine Gesamtförderung von 6.750 Euro bedeuten, anstatt der bisherigen 9.000 Euro. Für E-Autos, die zwischen 40.000 und 65.000 Euro kosten, soll es statt bisher 5.000 nur noch 3.000 Euro geben. Die Gesamtförderung würde hier also von 7.500 auf 4.500 Euro schrumpfen.

Nettolistenpreis < 40.000 Euro

Gesamtförderung: Bis Ende 2022 Ab 2023
E-Auto 9.000 Euro 6.750 Euro
Plug-in-Hybrid 6.750 Euro nicht förderungsfähig

Nettolistenpreis < 65.000 Euro

Gesamtförderung: Bis Ende 2022 Ab 2023
E-Auto 7.500 Euro 4.500 Euro
Plug-in-Hybrid 5.625 Euro nicht förderungsfähig
  1. Gesamtförderung für E-Fahrzeuge inkl. Herstelleranteil. 
  2. Liste der förderfähigen Fahrzeuge (BAFA Liste)

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Die wichtigsten Neuerungen bei der E-Auto-Förderung 2023 im Überblick

  • Förderungen für E-Autos werden um 25 Prozent reduziert.
  • Bei E-Autos mit Nettolistenpreis über 40.000 Euro werden Förderungen sogar um 40 Prozent gekürzt.
  • Förderung für Plug-in-Hybride werden ab 2023 gänzlich gestrichen.
  • Ab 1. September 2023 wird die E-Auto-Förderung auf Privatpersonen beschränkt.
  • Ab 1. Januar 2024 wird der Umweltbonus in einem zweiten Schritt auf 3.000 Euro reduziert und nur noch für Autos mit einem Nettolistenpreis unter 45.000 Euro ausbezahlt.
  • Nach jetzigem Stand soll der Umweltbonus mit 2025 ablaufen.

Was bedeutet die neue E-Auto-Förderung für Unternehmen?

Für Unternehmen bedeutet die Streichung der Fördermittel, dass Sie nur noch ein Jahr von E-Auto-Förderungen profitieren und von einer vollen E-Auto-Förderung nur noch bei Zulassungen bis Ende 2022. Die Förderung für E-Autos von Kleinstgewerben und gemeinnützigen Organisationen wird aktuell noch vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geprüft.

Für Unternehmen wird es jetzt also allerhöchste Zeit, ihre E-Flotten aufzustocken und somit maximal von den staatlichen Förderungen zu profitieren. Denn bisher entfielen die meisten Förderanträge auf Unternehmen, wie neueste Zahlen des BAFA vom 1. August darlegen. Demzufolge wurden bisher Förderungen für insgesamt 1.367.702 Fahrzeuge beantragt. Davon sind 770.252 reine Elektrofahrzeuge und 597.158 Plug-in-Hybride. Die meisten Förderanträge entfallen dabei auf Unternehmen (51 Prozent), gefolgt von Privatpersonen (42 Prozent).

Bei den beliebtesten Fahrzeugmodellen sieht man den Volkswagen e-up! klar an der Spitze mit fast 50.000 ausbezahlten Förderungen. Gleich dahinter findet sich das Tesla Model 3 mit 38.104 Förderanträgen.

Um noch die komplette Förderung zu erhalten, sollten Unternehmen also nicht länger mit dem Umstieg auf Stromer warten, denn ab 1. September 2023 ist damit endgültig Schluss. Für die BAFA Antragsstellung zählt nach wie vor das Datum der Fahrzeugzulassung und nicht das Kaufdatum.  

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Für Unternehmen weiterhin wichtig zu wissen, die Steuervorteile für Elektroautos und elektrische Dienstwagen bleiben weiterhin bestehen. Außerdem profitieren Unternehmen weiterhin von Förderungen für Ladestationen. Aktuell vergibt die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) Förderungen in Höhe von 900 Euro pro Ladestation

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2,1 Milliarden Euro für die E-Auto Förderung 2023

Für die Finanzierung der E-Auto-Förderung 2023 haben das Bundesministerium der Finanzen (BAF) und Christian Lindner (FDP) 2,1 Milliarden Euro zugesichert. Für 2024 sind weitere 1,3 Milliarden eingeplant. Insgesamt sind das also 3,4 Milliarden Euro. Sobald dieser Fördertopf ausgeschöpft ist, endet der Umweltbonus automatisch.

Wie aus Regierungskreisen festzustellen ist, soll diese Lösung für die zukünftige Förderung von E-Autos aus einem Kompromiss zwischen dem Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Robert Habeck (Grüne), Minister im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), entstanden sein.

Nachdem bereits der Kauf von über 1,3 Millionen E-Fahrzeugen in Deutschland gefördert wurde, sehen beide Minister hier nun keinen großen Bedarf mehr. Impulse würden derzeit zu Genüge von der Privatwirtschaft und vom Energiemarkt gesetzt. Die E-Mobilität hat sich als massentauglich erwiesen und ist in unserer Gesellschaft angekommen. Durch das Ende der Förderung für Plug-in-Hybride sollen die Bundesmittel nun zielführender für den Klimaschutz eingesetzt werden.

Die gleichen Tendenzen wie abnehmende Subventionen für E-Fahrzeuge sind auch in anderen Ländern zu beobachten. Im Vorzeigeland Norwegen, dem E-Mobilitäts-Hotspot Europas, ist dieser Trend schon seit einigen Jahren festzustellen. Hier machen E-Fahrzeuge bereits rund 80 Prozent der Neuzulassungen aus – und das, obwohl einige der Privilegien für E-Autos bereits abgeschafft wurden. Mit 2023 soll außerdem die Mehrwertsteuerbefreiung von E-Autos in Norwegen fallen.

Man darf also gespannt sein, mit welchen Überraschungen die Ampelregierung in den nächsten Jahren um die Ecke kommt.

Weitere Förderungen für E-Autos

E-Autos, also rein batteriebetriebene Fahrzeuge, haben weiterhin Anspruch auf die THG-Prämie. Laut den neuesten Prognosen werden die Preise für THG-Zertifikate in Zukunft wohl steigen, da immer mehr Unternehmen gesetzlich verpflichtet werden, Ihre Emissionen zu kompensieren. Für Sie und Ihr E-Auto bedeutet das unterm Strich noch mehr Kohle. Jetzt gleich - unbürokratisch - mit dem Virta CO2 Cashback Ihre Prämie an Land ziehen. 

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