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E-AUTOS & E-MOBILITÄT IM FUHRPARK: ALLES, WAS SIE FÜR DEN UMSTIEG AUF ELEKTROAUTOS WISSEN MÜSSEN.

Heute weiß fast jeder, dass wir unsere CO2-Bilanz drastisch senken müssen. Ein wichtiger Schritt bei der Bekämpfung der Klimakrise ist der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien. Diese Trendumkehr hat für eine Revolution bei der E-Mobilität gesorgt, da sich immer mehr Länder dazu verpflichten, den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zugunsten von E-Fahrzeugen zu verbieten. So hat die EU und damit auch Deutschland einen Verkaufsstopp von Verbrennern ab 2035 erwirkt.

In der EU schreiben die CO2-Ziele den Automobilherstellern gewisse Grenzwerte bei den Emissionen ihrer Fahrzeugflotten vor. Ansonsten drohen Geldbußen. Manche Hersteller kompensieren ihre Emissionen durch das wachsende Angebot von reinen Elektrofahrzeugen. Unterm Strich wird sich die Anzahl der Elektrofahrzeuge in der EU in den nächsten Jahren mindestens verdoppeln. Bis zum Jahr 2025 werden geschätzte 13 Millionen EV-Autos auf den europäischen Straßen unterwegs sein und das Announced Pledges Scenario (APS) der IEA prognostiziert, dass bis 2030 Elektroautos 30 % aller Verkäufe ausmachen werden. 

Wir stehen erst am Anfang einer weiteren Revolution – der Elektrifizierung von Fahrzeugflotten. Die Frage lautet nicht, ob, sondern wie schnell E-Autos traditionelle Fahrzeuge in Fuhrparks ersetzen können.  

Auf dieser Seite erfahren Sie alle relevanten Informationen für den Umstieg Ihrer Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge und warum jetzt genau der richtige Zeitpunkt dafür ist. 

 

1. Was ist Flottenmanagement? 

Jedes Unternehmen, das einen Pool von Firmenfahrzeugen verwaltet, befasst sich auf eine Art und Weise mit dem Betrieb einer Flotte und dem Flottenmanagement. Dabei kann es sich um Dienstfahrzeuge eines Unternehmens, Fahrzeuge einer Mietwagenfirma oder um Firmenfahrzeuge handeln. Sinn und Zweck des Flottenmanagements ist die Verwaltung der gesamten Fahrzeugflotte oder von Poolfahrzeugen und eine Kontrolle von Kapazitäten und des Wartungsbedarfs, vom Kauf bis hin zur Veräußerung oder Verschrottung der Fahrzeuge. Das Flottenmanagement unterstützt die Unternehmen dabei, die Produktivität zu steigern, die Kosten zu senken und die Compliance des gesamten Flottenbetriebs zu gewährleisten. 

Flottenmanager sind verantwortlich für die Fahrzeugwartung, das Fahrermanagement, die Bestandsnutzung, die Routenplanung, die Implementierung von Programmen zur Steigerung der Unternehmensproduktivität und zur Kostensenkung sowie für die Kontrolle von Kraftstoff- und Stromverbrauch und Kosten hierfür.   

In den meisten Fällen wird eine cloudbasierte Software für das Flottenmanagement verwendet. Diese bietet einen Echtzeit-Überblick, eine Auswertung historischer Daten und eine Analysefunktion mit Prognosen, um die Effizienz der Fahrzeugflotte und die Zufriedenheit der Fahrer:innen zu steigern.  

 

Was ist ein Fuhrpark?

Ein Fuhrpark ist die Summe aller Fahrzeuge eines Unternehmens. Bei einem Logistikunternehmen ist das die Gesamtheit aller Fahrzeuge zum Transport von Waren und Gütern, bei einer Beratungsfirma umfasst der Fuhrpark beispielsweise alle Dienstfahrzeuge für Kundenbesuche. 

 

2. Warum sollen Flotten elektrifiziert werden? 

Ganz einfach, die Elektrifizierung unserer Mobilität soll die Auswirkungen des Klimawandels abfedern. In Deutschland gehören Dienstfahrzeuge zu den größten Klimasündern, da Fahrzeugflotten hauptsächlich aus schweren Oberklassewagen mit höheren CO2-Ausstößen bestehen. In Zukunft werden die CO2-Emissionen noch strenger reglementiert und die Gesetzgebung macht auch nicht vor den Fuhrparks von Unternehmen halt. Die Fahrzeugflotten von Unternehmen sollen aktiv einen Beitrag leisten, die Emissionen zu reduzieren. Aber nicht nur das. Durch den Umstieg auf Elektrofahrzeuge profitieren Sie von vielerlei Vorteilen. Mit einem elektrischen Fuhrpark können Sie: 

Dort laden, wo auch immer Sie sich gerade befinden - im Büro, zu Hause oder unterwegs

Ein Elektrofahrzeug kann tatsächlich überall aufgeladen werden. Standorte für Ladesäulen können überall errichtet werden und sind nicht so eingeschränkt wie reguläre Zapfsäulen. Sie können sich somit den Weg zur nächsten Tankstelle gleich sparen. 

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Als Flottenmanager oder Flottenmanagement-Unternehmen können Sie Ladestationen an Ihren Unternehmensstandorten anbieten und zudem Ihren Fahrer:innen eine private Ladestation für zu Hause zur Verfügung stellen. 

Sie können sogar noch weiter gehen: Machen Sie Ihre Ladestationen doch einfach zu öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Durch  die Bereitstellung Ihres Ladebetriebs an externe E-Autos machen Sie aus dem Laden von Elektrofahrzeugen ein zusätzliches Geschäft (mehr dazu später).  

Eine weitere, noch völlig ungenutzte Möglichkeit ist die Einrichtung von lokalen Ladehubs für E-Autos in der Umgebung von Wohngebieten. Ladehubs sind öffentliche Stationen, die ausschließlich zum Laden von Elektrofahrzeugen bestimmt sind.  

Diese Stationen können entweder speziell zu diesem Zweck errichtet oder in bestehenden Gebäuden integriert werden, zum Beispiel bei Ihrem Unternehmensstandort. Sie sind besonders in Gegenden mit Wohngebäuden sehr interessant, da hier kaum oder gar keine Ladestationen für E-Autos vorhanden sind und der Bedarf dementsprechend hoch ist. 

Erhalten Sie Zugriff auf mehr als 200.000 Ladestationen in ganz Europa

Die Ladeinfrastruktur entwickelt sich ständig weiter. Wenn Sie einem bestehenden Netzwerk wie dem Virta-Ladenetzwerk beitreten, können Sie durch das Roaming auf europaweit mehr als 200.000 Ladestationen zugreifen. Ihre Fahrer:innen müssen sich somit keine Sorgen mehr um die Reichweite machen.  

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Die anfänglichen Investitionen für E-Autos sind gleich hoch, wenn nicht sogar geringer

2020 erreichten die weltweiten Verkaufszahlen für Plug-in-Fahrzeuge 3,24 Millionen im Vergleich zu 2,26 Millionen im Vorjahr. Das rasante Wachstum der E-Mobilität und die Fülle neuer, erschwinglicher E-Automodelle tragen zu einem beschleunigten Preisverfall bei. Es wird erwartet, dass die Preisparität zu Verbrennern innerhalb der nächsten fünf Jahre erreicht wird.

Außerdem ändern sich die Unterschiede zu Investitionsausgaben (CAPEX) und den Betriebskosten (OPEX) zwischen traditionellen Fahrzeugen und Elektrofahrzeugen radikal:

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Eine einzige Rechnung für die gesamte Fahrzeugflotte 

Ein weiterer Vorteil ist die einfache Fakturierung. Ganz egal, wie groß Ihre E-Autoflotte ist, Sie erhalten monatlich nur eine einzige Rechnung. Sie können aber auch eine Kostenaufstellung nach Fahrzeug, Fahrer:in oder Standort erhalten.

 

Echtzeit-Daten

Sie erhalten eine umfassende Übersicht über Ihre Flotte und Echtzeit-Daten zu Fahrten, den Ladezustand, das Ladeverhalten und den Energieverbrauch.  

 

Werden Sie nachhaltiger und effizienter und stellen Sie sich gegen den Klimawandel

Mit einer Flotte aus Elektroautos entscheiden Sie sich bewusst für die Verringerung der CO2-Emissionen und positionieren sich als nachhaltiges Unternehmen.   

 

3. Faktoren, die den Einstieg von E-Autos in den Flottenmarkt beschleunigen

Fahrzeugpreis und Gesamtbetriebskosten

Wie bereits angedeutet, schmilzt der Preisunterschied zwischen elektrischen und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor rapide. Eine Studie von LeasePlan hat bestätigt, dass die durchschnittlichen Gesamtbetriebskosten (TCO) von E-Autos geringer sind als bei Verbrennern. Die wichtigsten Punkte zum Vergleich oder zur Berechnung der TCO von verschiedenen Fahrzeugtypen sind der Wertverlust, die Wartung, die Kfz-Steuern sowie die Kraftstoffkosten.  

LeasePlan untersuchte 912 Szenarien in 13 Ländern und fand heraus, 

  • dass in 508 der 912 verglichenen Szenarien, also in 56 % der Fälle, die TCO von E-Fahrzeugen niedriger sind als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und 
  • dass die Kosten eines E-Autos um 5 % geringer sind als die eines vergleichbaren Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. 

Kostenunterschied E-Fahrzeug im Vergleich zu herkömmlichen Verbrenner

Einer der wichtigsten Vorteile von Elektrofahrzeugen ist der Fakt, dass sie länger genutzt werden können. Hier ein Beispiel von Automotive Fleet: 

  • Aktueller Erneuerungszyklus für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor: 36 Monate/120.700 km 
  • Vorgeschlagener Erneuerungszyklus für E-Fahrzeuge: 60 Monate/241.400 km 

In vielen Fällen ist die Herstellergarantie auf den Antrieb bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor kürzer als bei E-Autos. Bei E-Fahrzeugen umfasst die Garantie auf den Antrieb auch die teuern Ersatzteile wie Batterie und Motor - und trägt so die teuersten Reparaturen am Fahrzeug. 

 

Wartungskosten

Elektroautos besitzen weniger bewegliche Teile als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, erfordern dadurch auch weniger Wartung und bieten mehr Einsparungspotenzial. Elektroautos benötigen keine Schadstoffkontrollen (da kein Schadstoffausstoß), zudem sind viele der Wartungsarbeiten überflüssig, die bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor notwendig sind: 

  • Regelmäßiger Ölwechsel 
  • Filterwechsel: Öl, Getriebe, Benzin und Luft 
  • Nachfüllen von Flüssigkeiten: Getriebeöl und Kühlflüssigkeit 
  • Ersetzen von Zündkerzen 

Außerdem halten die Bremsbeläge und -scheiben von E-Autos viel länger – die Kilometerleistung vor einer erforderlichen Wartung der Bremsen ist fast doppelt so hoch. Das kommt daher, da E-Autos die Bremsenergie zum Laden der Batterie wiederverwerten, sobald das Gaspedal nicht mehr betätigt wird.  

 

Kosten für Autobatterien

Der kostenintensivste Teil eines E-Autos ist seine Batterie. Die gute Nachricht ist, dass die hohe Nachfrage nach E-Fahrzeugen zu einer Produktionssteigerung geführt hat und die Technologie sich ständig weiterentwickelt. Mit dem Resultat, dass Batteriepreise stetig sinken

 

Kraftstoffpreise: Strom im Vergleich zu fossilen Brennstoffen

In einer Studie des Transportation Research Institute der Universität von Michigan wurde festgestellt, dass Elektrofahrzeuge im Betrieb weniger als halb so teuer sind wie benzinbetriebene Fahrzeuge. Zum Zeitpunkt der Studie im Jahr 2018 lagen die durchschnittlichen Kosten für den Betrieb eines Elektrofahrzeuges in den USA bei 485 $ im Jahr, wohingegen ein benzinbetriebenes Fahrzeug im Durchschnitt 1.117 $ kostete. Hier ist noch zusätzlich zu bedenken, dass die Treibstoffkosten in den USA deutlich niedriger sind als hierzulande. 

 

Reichweite – Ladekapazität

Reichweitenangst bezeichnet die Angst von Fahrer:innen, ob sie ein Ziel erreichen können, bevor die Autobatterie leer ist. Tatsächlich bieten die meisten Elektrofahrzeuge bereits mehr Reichweite als die meisten von uns wirklich benötigen. Ein Elektrofahrzeug kann im Schnitt 300 km mit einer vollen Batterieladung fahren. Der neue Tesla S Long-Range erreicht sogar 610 km mit einer einzigen Ladung. 

Im Hinblick auf die Ladedauer können Elektrofahrzeuge heute dank der neuesten Hochleistungsladesäulen (High Power Charging oder HPC) in 30 Minuten vollständig geladen werden. Außerdem standen 2020 in Europa bereits knapp 300.000 öffentliche Ladestationen und in der EU durchschnittlich 10 Schnellladesäulen für jeweils 100 Autobahnkilometer zur Verfügung.

 

Regulierung von Emissionen und nationale Gesetze

Viele Regierungen weltweit haben bereits Gesetze verabschiedet, die in den kommenden Jahren den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor verbieten. Irland, die Niederlande, Dänemark, Norwegen und Indien verbieten den Verkauf von Diesel- und Benzinfahrzeugen bereits ab 2030. Israel wird den Import aller mit fossilen Kraftstoffen betriebenen Fahrzeuge verbieten.  

Die EU und somit auch Deutschland haben sich verpflichtet, bis 2035 den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu unterbinden. Nationale Gesetze und Regulierungen für Emissionen üben einen großen Druck auf Fahrzeughersteller aus. Diese haben gar keine Alternative, als auf die Produktion von klimaneutralen Fahrzeugen umzustellen. Auf der anderen Seite bietet der Staat aber auch viele finanzielle Anreize, um den Umstieg auf Elektrofahrzeuge attraktiver zu machen. Mehr zum Thema Förderungen lesen Sie im nächsten Abschnitt.

 

4. Steuervorteile für elektrische Firmen- und Dienstwagen

Kfz-Steuerbefreiung von E-Autos

E-Autos, die zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2025 erstzugelassen werden, sind unter den Regelungen des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) bis mindestens zum 31. Dezember 2030 von der Kfz-Steuer befreit. 

Aber auch nach dieser Frist werden Elektroautos längerfristig von einem besonders günstigen Kfz-Steuersatz profitieren. Dieser richtet sich bei E-Autos ausschließlich auf das Gesamtgewicht und beträgt nur 50 % des Steuersatzes, der für herkömmliche Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3.500 kg zu entrichten wäre. 

 

Die 0,25-Prozent-Regel 

Wird ein Dienstwagen, Firmenwagen oder Pool-Fahrzeug auch privat genutzt, wird für die Bemessung des geldwerten Vorteils die 1-Prozent-Regelung auf den Bruttolistenpreis herangezogen. Ist der Dienstwagen ein E-Auto, reduziert sich dieser Wert auf 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises, also auf ein Viertel. Der geldwerte Vorteil erhöht die Bemessungsgrundlage für die monatliche Brutto/Netto Gehaltsabrechnung. Einfach gesagt bleibt für Arbeitnehmende unterm Strich mit der 0,25-Prozent-Regel mehr Netto vom Brutto als bei einem Dienstwagen mit Verbrennungsmotor. 

Beispiel: Bei einem herkömmlichen Dienstwagen mit Bruttolistenpreis von 50.000 Euro liegt der geldwerte Vorteil monatlich bei 1 Prozent, also 500 Euro. Ist das Fahrzeug ein E-Auto, reduziert sich dieser auf 125 Euro. 

Wird der geldwerte Vorteil nicht pauschal versteuert werden, sondern wird auf Grundlage eines Fahrtenbuchs und von effektiv gefahrenem Kilometer bemessen, findet ebenfalls die 0,25-Prozent-Regel Anwendung.

Bei Plug-in-Hybriden ist die Besteuerung wiederum etwas höher, hier greift die 0,5-Prozent-Regel.

Bei E-Autos, die mehr als 60.000 Euro kosten, greift ebenfalls die 0,5-Prozent-Regel. Damit soll verhindert werden, dass besonders teure Oberklassewagen von dieser Steuerreduktion profitieren. 

Steuerprivilegien für elektrische Firmenwagen und Dienstwagen sollen aller Voraussicht noch bis Ende 2030 gültig sein. Allerdings soll mit dem Wegfall der E-Auto-Förderung (Umweltbonus) für Unternehmen im September 2023 eine neue Sonderabschreibung (AfA) für rein elektrische Firmen- und Dienstwagen auf den Weg gebracht werden.

 

5. Staatliche Förderungen

Der Umweltbonus für E-Autos

E-Fahrzeuge werden vom Staat nicht nur steuerlich bevorzugt, die Bundesregierung greift auch zu weiteren Werkzeugen wie dem Umweltbonus oder der Kaufprämie für E-Autos, um den Anteil von elektrischen Fahrzeugen aktiv deutlich zu erhöhen.

Der Umweltbonus wurde von der Bundesregierung durch die Innovationsprämie im Zuge der Corona Pandemie deutlich erhöht, auch Sie als Fuhrparkmanager in Ihrem Unternehmen profitieren von der aufgestockten Kaufprämie für E-Autos. Damit möchte sie zusammen mit der Industrie sicherstellen, dass die Klimaziele 2030 erreicht werden und die Elektromobilität den Durchbruch auf dem Massenmarkt schafft. Dies wurde im Zuge der Konzertierten Aktion Mobilität am 4. November 2019 beschlossen. Der Umweltbonus gilt für alle Neuzulassungen und Zulassungen von gebrauchte E-Fahrzeugen rückwirkend ab 5.11.2019 bis 31.12.2025. 

 

Was ist der Umweltbonus?

Der Umweltbonus soll den Absatz von neuen und gebrauchten batteriebetriebenen Fahrzeugen ankurbeln. Dafür werden viele finanzielle Vorteile, wie etwa eine Kaufprämie in Aussicht gestellt. Der Umweltbonus für E-Autos kann von natürlichen und juristischen Personen beantragt werden, so auch für den Erwerb von elektrischen Dienst- und Flottenfahrzeugen in Unternehmen. 

Der neue Umweltbonus sieht folgende Förderungen vor:

  • Bis zu 6.000 Euro beim Kauf von Batterie- oder Brennstoffzellen betriebenen Autos.
  • Bis zu 4.500 Euro Zuschuss beim Kauf von Plug-In-Hybride (Nur von außen aufladbare Hybridfahrzeuge)

Förderungsfähig sind alle Fahrzeuge, die auch rückwirkend ab 5.11.2019 bis zum 31.12.2025 zugelassen werden. Förderungen sind im Umfang von insgesamt 2,09 Milliarden Euro vorgesehen, bei vorzeitiger Ausschöpfung der Mittel endet der Umweltbonus automatisch. 

 

Wie funktioniert der Umweltbonus?

Der Umweltbonus wird zur Hälfte von der Bundesregierung und zur Hälfte von der Industrie finanziert. Die Höhe richtet sich nach dem Nettolistenpreis und nach Fahrzeugart.

Nettolistenpreis Umweltbonus für rein elektrische Fahrzeuge Umweltbonus für Plug-In-Hybride
< 40.000 Euro 6.000 Euro 4.500 Euro
> 40.000 Euro: 5.000 Euro 3.750 Euro

 

Der Antrag für den Umweltbonus kann ausschließlich online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingereicht werden. Hier können Sie auch ganz bequem einen Sammelantrag für Ihre gesamte Fahrzeugflotte stellen. Die Förderanträge und somit die Kaufprämien werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. 

 

Was ist die Innovationsprämie?

Für das Pandemie-Konjunkturpaket wurde ebenfalls eine Innovationsprämie beschlossen, die den Bundesanteil am Umweltbonus verdoppelt. Von den 6.000 Euro Umweltbonus für ein rein elektrisches Fahrzeug macht der Anteil vom Bund 3.000 Euro aus. Wird dieser verdoppelt, winken E-Autos mit einem Nettolistenpreis von unter 40.000 Euro insgesamt bis zu 9.000 Euro Förderung zu. 

Aufgepasst: Die Innovationsprämie gibt es nur noch für Neuzulassungen bis 31.12.2022, hier gilt das Datum der Zulassung und nicht des Kaufs. Man sollte also unbedingt aktuelle Lieferverzögerungen von Neuwagen mit einplanen. 

Für den Umweltbonus und die Innovationsprämie sind nur Fahrzeuge förderungsfähig, die sich auf der aktuellen Liste der förderungsfähigen Fahrzeuge des BAFA befinden (BAFA Liste). 

Auf der Fahrzeugrechnung muss ebenfalls der Herstelleranteil am Umweltbonus ausgewiesen sein. Der bezahlte Endbetrag darf auch nicht höher sein als der auf der BAFA Liste ausgewiesene Listenpreis abzüglich Herstelleranteil. 

 

E-Auto Umweltbonus ab 2023

Nachdem die Innovationsprämie mit Dezember 2022 Geschichte wird, reduziert sich der Umweltbonus je nach Modell zwischen 25-40 Prozent. Ab 2023 sind auch keine Förderungen für Plug-in-Hybride vorgesehen und ab 1. September profitieren nur mehr Privatpersonen von der staatlichen Förderung für E-Autos, sprich Firmen und Unternehmen werden außen vor gelassen. Alle Infos zum Umweltbonus ab 2023 gibt es hier.

 

Förderungen für Ladeinfrastruktur

Neben dem Umweltbonus für E-Autos versucht der deutsche Staat auch über andere Maßnahmen den Ausbau der E-Mobilität in Deutschland voranzutreiben. Deutschland hinkt bei seiner Ladeinfrastruktur im europäischen Schritt deutlich hinterher. Aktuell gibt es in Deutschland knapp 60.000 Schnell- und Normalladepunkte, laut Plänen der Bundesregierung sollen es bis 2030 rund 1 Mio. werden. Damit soll mit dem rapide wachsenden Anteil von Elektrofahrzeugen Schritt gehalten werden. So schnell, wie sich die E-Mobilität entwickelt und in kürzester Zeit kein Stein auf den anderen bleibt, so ist es auch mit den Förderungen für Ladepunkte, diese können sehr undurchsichtig sein. Subventionen werden entweder zentral vom Bund oder auf Bundeslandebene ausgeschrieben. 

Drei Förderprogramme des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV, ehemals Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI) sind bereits ausgelaufen bzw. erschöpft:

  • Förderrichtlinie „Ladeinfrastruktur vor Ort“
  • Förderrichtlinie "Öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland"
  • "Das Deutschlandnetz"

Aktuell bietet die KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) Förderungen in Höhe von bis zu 900 Euro pro Ladepunkt für nicht öffentlich zugängliche Ladestationen. Also auch für die Ladeinfrastruktur von Unternehmen zum Laden von Firmenfahrzeugen und von Fahrzeugen seiner Beschäftigten. Weitere Informationen zum Förderprogramm "„Ladestationen für Elektrofahrzeuge – Unternehmen und Kommunen“ finden Sie auf der Seite des KFW

Eine gute Übersicht zu aktuellen Förderungen für die Ladeinfrastruktur und für den Erwerb von E-Fahrzeugen, auch auf Bundeslandebene bietet die Förderlandkarte des BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz).

 

6. Flottenmanagement von E-Autos & intelligentes Laden 

Wenn Ihre Flotte auf Elektrofahrzeuge umsteigt, sollten Sie wichtige Unterschiede bei den Ladesystemen bedenken. Diese könnten zum Beispiel leicht zu viel Strom verbrauchen oder den Ladevorgang unnötig verlängern. Entscheiden Sie sich für das Smart Charging oder intelligentes Laden, um Ihre Fahrzeugflotte optimiert nutzen zu können.  

Smart Grid - das intelligente Netz 

Ein smartes oder intelligentes Stromnetz besteht aus digitalen Technologien, die eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem Versorgungsunternehmen und seinen Kunden ermöglicht. Wie das Internet besteht ein intelligentes Stromnetz aus Servern, Automatisierungen und Steuerungselementen, die zusammenarbeiten, damit das Stromnetz digital auf unsere sich schnell ändernden elektrischen Anforderungen reagieren kann.

Ein intelligentes Stromnetz ist ein wesentlicher Bestandteil einer klimaneutralen Energieerzeugung. Es macht unser Stromsystem belastbarer und wappnet es für Notfälle, wie etwa Stürme und Erdbeben. Insgesamt verbessert es also unsere veraltete Energieinfrastruktur.  

Einfache oder intelligente Ladesysteme 

Damit das Laden von Elektrofahrzeugen zum Teil des Smart Grid-Ökosystems wird, muss es ebenfalls „intelligent“ sein. Der Begriff Smart Charging oder auch intelligentes Laden – beschreibt ein System, bei dem das E-Fahrzeug und das Ladegerät beim Laden eine Datenverbindung eingehen, um den Ladevorgang effizienter zu machen. 

Im Gegensatz zu normalen (oder „dummen“) Ladesystemen, die nicht mit einer Cloud verbunden sind, können Sie beim intelligenten Laden den Ladevorgang aus der Ferne überwachen, verwalten und einschränken, um den Energieverbrauch zu optimieren. 

Beim intelligenten Laden kann die Batterie des Fahrzeugs tagsüber erneuerbare Energie abspeichern, wenn die Erzeugung am höchsten ist. Nachts kann diese wieder in das Netz zurückgespeist werden, sobald der Energieverbrauch wieder steigt. Dies steigert die Energieeffizienteren und trägt zu einer nachhaltigeren Umwelt bei. Intelligente Ladegeräte können außerdem in ein öffentliches Ladenetzwerk aufgenommen werden, die über Lade-Apps auffindbar werden. Dadurch werden viele neue Kunden angezogen. 

Noch einen Schritt weiter geht die Vehicle-to-Grid- oder V2G-Technologie für Ladevorgänge in zwei Richtungen. Hier kann der geladene Strom kurzzeitig aus der Fahrzeugbatterie in das intelligente Stromnetz zurückgespeist werden, um auf Verbrauchs- und Erzeugungsspitzen zu reagieren. Dies ist insofern wichtig, da E-Fahrzeuge mit ihren Batterien unserem Energiesystem eine entscheidende Flexibilität ermöglichen und zur Stabilisierung bei Schwankungen beitragen können, die bei der vermehrten Erzeugung von erneuerbaren Energien öfter auftreten werden.   

Die Verbindung des E-Flottenmanagements mit intelligenten Ladesystemen und ihre Vorteile

Aufgrund von Schwankungen bei der Produktion von erneuerbaren Energien spielen lokale Energiespeichersysteme eine wichtige Rolle im Energie-Ökosystem. Virta ist die weltweit erste Ladeplattform für E-Fahrzeuge, die auf internationaler Ebene die Integrationen dieser Energiequellen in den Energiemarkt ermöglicht. Da E-Fahrzeuge einfach gesagt große Batterien auf Rädern sind, eröffnen sich durch intelligentes Laden ganz neue Möglichkeiten für Kosteneinsparungen und neue Umsatzströme. Beispiele hierfür sind das Spektrum-Management (kurzfristige Netzanpassungen) und die Bereitstellung von Batteriekapazitäten. Je nach Umfang und Nutzung liegen die jährlichen Einsparungen im vier- bis fünfstelligen Bereich. Eine Studie von EY fand heraus, dass intelligente Ladesysteme den Gewinn eines Ladegeschäfts um bis zu 32 % steigern können.
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Erreichen Sie Ihre CO2-Emissionsziele 

Im Dezember 2020 hat die Europäische Union ihre neuen Ziele zur Verringerung der CO2-Emissionen um mindestens 55 % bis 2030 verkündet - und liegt damit erheblich über der letzten Zielvorgabe von 40 %. Der Plan ist Teil vom Green Deal der EU und dem übergeordneten Ziel, die CO2-Emissionen bis 2050 vollständig zu unterbinden, damit Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent werden kann.  

Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, hat die Automobilindustrie bereits angekündigt, bis 2030 30 Millionen klimaneutrale Fahrzeuge auf die europäischen Straßen zu bringen

Durch die Verbindung von Smart Charging und dem Flottenmanagement fördern Sie die Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien und nähern sich Ihren eigenen Unternehmenszielen im Hinblick auf Ihre CO2-Emissionen. 

 

7. Lösungen für DAS Flottenmanagement von E-Autos 

Sobald Sie bereit sind, auf Elektrofahrzeuge umzusteigen, sollten Sie sich mit verschiedenen Möglichkeiten für das Flottenmanagement von E-Autos befassen. 

 

_1-2-1 Option 1: Nutzung eines umfassenden Netzwerks bestehender intelligenter Ladestationen für E-Autos
 

Wenn Sie nicht in eigene Ladesäulen investieren möchten, kann Ihr Unternehmen sich einem bestehenden Ladenetzwerk anschließen und seine komplette Flotte innerhalb dieses Netzwerks laden. Die komplette Flotte wird einfach fakturiert und alle Ladevorgänge erscheinen auf einer einzigen Rechnung.

_2-2  Option 2: Option 1 + Investition in eigene intelligente Ladegeräte
  Zusätzlich zu Option 1 installieren Sie hier an Ihrem Firmensitz, an verschiedenen Standorten oder sogar bei Ihren Fahrer:innen zu Hause eigene Ladegeräte.  
 
_3-2 Option 3: Beide oben genannten Möglichkeiten + Einrichtung öffentlicher Ladestationen
  Wenn Sie das Laden von Elektrofahrzeugen zu einem Geschäft machen und daraus zusätzliche Gewinne erzielen möchten, haben Sie hier die einmalige Chance, öffentliche Ladestationen einzurichten.  


Zeit ist bei Option 3 ein wichtiger Faktor. Viele Branchen, wie zum Beispiel Energieversorger, Tankstellen, Autohersteller, Einzelhandel usw., haben bereits das Geschäftspotenzial für intelligentes Laden von Elektroautos erkannt. Nach 2025 wird es voraussichtlich sehr kostspielig werden, wichtige Marktanteile zu gewinnen. Sollten Sie zu spät dran sein, werden Sie den Zugang zu diesem gesättigten Markt nur noch mit viel Mühen schaffen - und diese sind mit hohen Kosten verbunden. 

Mit eigenen Ladegeräten, die mit Ihrem Branding versehen sind, können Sie auch das Laden zu Hause in Ihr Ladeangebot mit aufnehmen. Und wenn Sie Ihre Reichweite wirklich steigern möchten, sollten Sie sich dem ständig wachsenden Netzwerk von Virta anschließen. Hier sind bereits über 200.000 Ladepunkte mit über 500.000 Fahrer:innen miteinander vernetzt. Sobald sie dem Netzwerk von Virta beitreten, werden Ihre öffentlichen Ladesäulen in die Ladekarten aufgenommen. So wird Ihr Ladegeschäft von Tausenden Menschen gefunden und genutzt. 

 

Die Ladelösung von Virta für Geschäftsflotten – Alles, was Sie brauchen und noch mehr 

Da Sie jetzt (hoffentlich) die Vorteile, das Gewinn- und Sparpotenzial und die verschiedenen Optionen für das Flottenmanagement von E-Autos kennen, unterstützen wir Sie gerne beim erfolgreichen Umstieg Ihrer Flotte auf Elektroautos! Virta ist die führende Ladeplattform für Elektrofahrzeuge in Europa. Wir bieten Ihnen eine End-to-End Ladelösung für Geschäftsflotten mit den folgenden Vorteilen: 

  • Einheitliche Benutzungserfahrung für den gesamten Vorgang: Zuhause → Arbeit → Öffentliche Ladestationen 
  • Zugriff auf mehr als 200.000 öffentliche Ladestationen in ganz Europa 
  • Analysen und Reports für die Einrichtung und Skalierung Ihres Flottenbetriebs 
  • MwSt.-kompatible Transaktionen in ganz Europa - die große Freiheit für Ihre Flotte  

8. warum virta?

Schnellste Amortisationszeit mit den geringsten Risiken

Die Entwicklung intelligenter Ladelösungen für Elektrofahrzeuge erfordert Zeit, Fachwissen und viele Ressourcen. Mit Virta als starken Partner können Sie innerhalb weniger Tage loslegen und Ladedienste für Ihre Elektrofahrzeugflotte anbieten.  

Ein starkes Netzwerk, das Sie mit der Nachfrage verbindet

Eine Zusammenarbeit mit Virta bedeutet den Eintritt in das am schnellsten wachsende Netzwerk für Ladeservices in Europa und einen direkten Zugang zu über 200.000 E-Auto-Fahrenden, die sich nur mit dem Besten zufriedengeben.  

Schließen Sie sich dem Vorreiter des E-Auto-Ladens an

Das Laden ist ein zentraler Bestandteil des Fahrerlebnisses für E-Autofahrende. Mit Virta als Partner bringen Sie Ihre Marke mit einem hochwertigen, tausendfach erprobten und marktführenden Service in Verbindung.

Unsere Auszeichnungen sind der Beweis

Virta ist der am schnellsten wachsende Anbieter von Ladeservices für E-Autos in Europa und wurde von der Financial Times auf Platz 144 der am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas geführt. Wir würden ja nie ohne Grund von uns selbst behaupten, dass unsere Lösungen die intelligentesten auf dem Markt sind. Außerdem wurde Virta mehrfach für seine herausragenden technologischen Innovationen und seine intelligenten Dienstleistungen ausgezeichnet. 

 

9. Fazit 

Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge bei Fahrzeugflotten ist unumgänglich und bietet hauptsächlich Vorteile. Wenn Sie das Geschäftspotenzial des Lademarktes für Elektrofahrzeuge nutzen möchten, ist das Zeitfenster jedoch sehr eng. Unabhängig von der gewählten Option sollten Sie jetzt als Pionier der elektrischen Flottenrevolution handeln - und damit gleichzeitig Ihre Bestrebungen für den Umweltschutz unterstreichen. 

Virta Flottenlösung