DC-Ladestation – Kosten, Lieferzeiten & ideale Einsatzorte
DC-Ladestationen ermöglichen das schnelle Laden von Elektrofahrzeugen und sind eine Grundvoraussetzung für das Gelingen der Elektromobilität in Deutschland. Wir haben alle Informationen zu Kosten, Lieferzeiten und dem idealen Einsatzort einer DC-Ladestation zusammengetragen.
Kann eine 22-kW-AC-Ladestation im Schnitt täglich zwei bis drei Fahrzeuge bedienen, lassen sich an einer 150-kW-DC-Schnellladestation theoretisch bis zu 60 E-Autos am Tag komplett aufladen. Genau dieser Leistungsunterschied macht DC-Ladestationen so wichtig für den Ausbau der Ladeinfrastruktur.
Was ist eine DC-Ladestation?
In einer Fahrzeugbatterie wird wie bei jeder Batterie Gleichstrom (DC) gespeichert. Eine normale AC-Ladestation lädt mit Wechselstrom (AC) bei einer Leistung von bis zu 22 Kilowatt (kW). Der elektrische Strom wird erst im Fahrzeuginneren durch einen Bordlader zu Gleichstrom umgewandelt, damit die Batterie laden kann.
Eine DC-Ladestation oder Gleichstromladestation umgeht diesen Schritt, indem sie das Fahrzeug bereits direkt mit Gleichstrom beliefert, was zu einer höheren Effizienz und schnelleren Ladezeiten führt.
Die Umwandlung findet bereits in der Ladestation statt und nicht wie beim AC-Laden erst im Fahrzeug. Dadurch entfallen auch Ladeverluste, die bei der Umwandlung im Fahrzeug üblicherweise entstehen.
Der europäische Standard für das DC-Laden ist das Combined Charging System (CCS). Anzutreffen ist hierzulande auch der japanische Standard CHAdeMO, der hauptsächlich in Fahrzeugen von Nissan und Mitsubishi verbaut ist.
Der Hauptvorteil einer DC-Ladestation ist ihre deutlich höhere Leistung im Vergleich zu AC-Ladestationen. Während AC-Ladestationen normalerweise Leistungen im Bereich von 3,7 kW bis 22 kW bieten, können DC-Ladestationen Ladeleistungen von Dutzenden bis zu mehreren Hundert Kilowatt erreichen.
Dadurch verkürzt sich die Ladezeit erheblich und Elektrofahrzeuge können in wenigen Minuten anstatt in mehreren Stunden aufgeladen werden.
Marktreif sind aktuell Ladestationen mit Leistungen von 600 kW, und auch der nächste große Schritt ist längst keine Zukunftsmusik mehr:
Das Megawatt Charging System (MCS) ist inzwischen als internationaler Standard finalisiert (IEC 63379, veröffentlicht im Februar 2026), und die Branche bezeichnet 2026 selbst als "das Jahr des MCS". Erste kommerzielle MCS-Ladepunkte mit bis zu 1,2 Megawatt Leistung sind bereits im Einsatz, unter anderem an deutschen Autobahnen.
Alles über 150 Kilowatt fällt ebenfalls unter die Kategorie HPC, also High Power Charging. Mehr dazu hier.
Wie viel kostet eine DC-Ladestation?
Die Kosten einer DC-Ladestation können je nach Modell, Leistung, technischen Spezifikationen und Ausstattung stark variieren. Eine einfache DC-Wallbox mit einer Ladeleistung von 25 kW ist bereits für rund 3.000 bis 6.000 Euro erhältlich.
Mit der Leistung steigen auch die Preise: Für eine DC-Wallbox mit 50 kW Ausgangsleistung müssen aktuell rund 15.000 bis 30.000 Euro veranschlagt werden – auch weil seit April 2024 bei öffentlich zugänglichen Ladepunkten ein AFIR-konformes Kartenterminal Pflicht ist und mit einpreist.
DC-Ladestationen im höheren Leistungsbereich (ab 50 kW) haben entsprechend mehr Technik an Bord und dies spiegelt sich auch bei den Abmessungen wider. Sie sind meist nur als frei stehende Ladestationen erhältlich.
Für gängige DC-Modelle mit 150 kW muss man aktuell mit rund 30.000 bis 40.000 Euro rechnen, DC-Ladestationen mit einer Leistungsspanne von 200 kW bis 400 kW liegen bei rund 40.000 bis 80.000 Euro.
| 💡 Vereinfacht kann man sagen, dass bei einer DC-Ladestation aktuell mit Kosten von umgerechnet ca. 200 bis 400 Euro pro Kilowatt Ladeleistung gerechnet werden muss. Die genannten Preisspannen sind Richtwerte – für ein verbindliches Angebot lohnt sich immer eine aktuelle Anfrage bei Herstellern oder Partnern wie Alfen und Alpitronic. |
Dazu kommen noch Kosten für Ladekabel und Kabelhalterungen sowie für Sonderausstattungen wie einen zusätzlichen AC-Ladepunkt, Farbe oder Branding.
Ein Zahlungsterminal ist bei öffentlich zugänglichen Ladepunkten seit April 2024 durch die EU-Verordnung AFIR ohnehin Pflicht und in den oben genannten Preisen bereits berücksichtigt; je nach Standort kommen inzwischen auch Anforderungen zur Barrierefreiheit (BFSG) hinzu.
Nicht zu vernachlässigen sind ebenfalls die Kosten für Elektroarbeiten, Installation, Netzanschluss, Trafostationen, die Verkabelung vor Ort bis zum Verteilerkasten, Tiefbau, Fundament, die Wiederherstellung der Oberfläche, Parkplatzmarkierung sowie Rammschutzpoller. Diese Kosten können je nach Standort stark variieren.
Virta als ganzheitlicher Servicepartner unterstützt und berät Sie bereits bei der Auswahl der richtigen DC-Ladesäule. Wir begleiten Sie bis zur Inbetriebnahme und auch im Anschluss mit unserem technischen Support, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie einem Supportservice für Ihre Ladegäste.
Sie müssen sich also nicht selbst um jeden Schritt kümmern, Virta nimmt Ihnen mit einem Vertrag die gesamte Arbeit ab. Sprechen Sie jetzt gleich zu unserem Sales Team!
Es ist wichtig zu beachten, dass die Kosten einer DC-Ladestation langfristig betrachtet werden sollten. Obwohl die anfänglichen Investitionen höher sind als bei einer AC-Ladestation, sind die Ladeeffizienz und die Umsätze deutlich höher, was einen schnelleren ROI garantiert.
Um die Verbreitung der E-Mobilität in Deutschland weiterhin zu unterstützen, werden von Bund und Ländern breit gefächerte Förderungen angeboten, die einen erheblichen Teil der reinen Hardwarekosten decken können.
Die genauen Fördersätze unterscheiden sich je nach Programm und werden regelmäßig angepasst – ein Blick in die jeweils aktuelle Förderrichtlinie lohnt sich vor der Antragstellung immer. Schnellladeinfrastruktur, also DC-Ladestationen, stand dabei in den vergangenen Jahren besonders im Fokus der Förderprogramme.
Idealer Einsatzort für eine DC-Ladestation
Normale AC-Ladestationen können bedingt durch lange Ladezeiten meist nur zwei Fahrzeuge am Tag vollständig aufladen. Hinzu kommt, dass Fahrzeuge meist länger angeschlossen bleiben, als der Ladevorgang dauert.
Zum Beispiel wenn ein Fahrzeug während der Arbeit geladen wird oder über Nacht, hier werden Fahrzeuge meist für 8-10 Stunden nicht vom Platz bewegt.
Eine DC-Ladesäule kann ein E-Auto oft in weniger als 30 Minuten vollständig aufladen und eignet sich daher für Standorte, die stark frequentiert sind und ein höheres Verkehrsaufkommen haben: Autobahnen, Raststätten, Tankstellen, aber auch Hauptverkehrsadern wie Schnellstraßen, Stadteinfahrten und -ausfahrten.
Auch sind Orte ideal, an denen sich Menschen in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten aufhalten, also bei Geschäften wie Supermärkte und Baumärkte, Shoppingzentren oder an Parkplätzen in der Nähe von Destinationen oder Stadtzentren.
Schnellladestationen sind auch interessant für Betreiber von gewerblichen Flotten, die ihre Fahrzeuge rund um die Uhr im Einsatz haben sowie für das Laden von schweren Nutzfahrzeugen wie E-Lkw oder Maschinen und Baustellenfahrzeugen.
Ob eine DC-Ladestation öffentlich oder privat betrieben wird, bleibt den Ladepunktbetreibenden überlassen. Mit der Ladelösung von Virta ist beides möglich.
Wir helfen Ihnen bei der Umsetzung und beraten Sie gerne bereits bei Projektbeginn mit Standortanalyen und ROI-Berechnungen, damit Sie gewiss den besten Standort für Ihre DC-Ladestation finden.
Unser Virta ROI Rechner kann bereits eine gute Abschätzung geben, ab wann Ihre Ladestationen profitabel arbeiten:
Lieferzeiten für eine DC-Ladesäule
Die Lieferzeiten von DC-Ladestationen hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise vom Hersteller, dem Modell und den Ausstattungswünschen.
Durch anhaltend hohe Nachfrage kann es weiterhin zu Lieferzeiten von mehreren Monaten bis zu einem Jahr kommen. Anders als die ursprüngliche Chipkrise von 2021 bis 2023 ist der Auslöser inzwischen ein neuer: Der weltweite KI-Boom lässt die Nachfrage nach Halbleitern und Speicherchips erneut stark steigen, was sich 2026 teils in noch längeren Lieferzeiten für elektronische Bauteile bemerkbar macht.
Auch können durch die erhöhte Beratungsintensität, die bei DC-Ladestationen besteht, deutliche Verzögerungen entstehen, sollten Sie direkt in Kontakt mit dem Hersteller treten.
Die meisten Hersteller geben Ladestationen überhaupt nur an Großabnehmer ab oder verkaufen exklusiv über ausgewählte Reseller.
Virta ist u. a. verifizierter Partner von Alfen und Alpitronic und verfügt über eigene Lagerbestände an DC-Ladestationen. Dadurch können bei vielen Modellen kurze Lieferzeiten garantiert werden.
Ihre Schnellladestation kann zeitgenau an die Baustelle geliefert werden, sobald Vorbereitungsarbeiten und Verkabelung am Standort abgeschlossen sind. Das spart Ressourcen und Geld bei Logistik und macht eine Zwischenlagerung unnötig. Und noch wichtiger, es erspart Ihnen den unnötigen Stress.
Sie suchen eine passende DC-Ladestation? Hier finden Sie unsere Produkte und Angebote.
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